Verteilte elektronischen Unterschrift (VEU)

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Verteilte elektronische Unterschrift (VEU)

Die Funktionserweiterung VEU ermöglicht den standortunabhängigen Einsatz von windata professional. Das Prinzip einer verteilten elektronischen Unterschrift sieht vor, dass Unterschriftsberechtigte von unterschiedlichen Standorten und/oder mit mobilen Geräten (Notebook, Netbook etc.) aus elektronische Unterschriften zu den auf dem Bankrechner eingereichten Zahlungsverkehrsdateien leisten können. Es können sowohl Einzelunterschriften (EU) als auch Mehrfachunterschriften (VEU) geleistet werden. Unabhängig von Ort und Zeit können unterschriftsberechtigte Mitarbeiter eines Unternehmens sich über - auf dem Bankrechner vorhandene - Zahlungsaufträge informieren, die noch zu leistenden Signaturen der Zahlungsaufträge abfragen und die Zahlungen dann per elektronischer Unterschrift signieren bzw. freigeben.

Das Verfahren der verteilten elektronischen Unterschrift kann daher z. B. Unterschriftshierarchien in international tätigen Unternehmen abbilden, d. h. die Zielgruppe für den Einsatz der verteilten elektronischen Unterschrift sind neben Geschäfts- und Firmenkunden mit mehrstufiger, räumlich getrennter Unternehmensstruktur (Konzerne, Filialbetriebe) auch kleinere Unternehmenskunden, bei welchen die Entscheidungsträger z. B. häufig reisen oder von einem Home Office arbeiten.

Zur Nutzung der verteilten elektronischen Unterschrift empfiehlt sich der Einsatz des Kommunikations- und Legitimationsverfahrens EBICS.

Die nachfolgende Abbildung zeigt die möglichen Szenarien:

Ablaufdarstellung der verteilten elektronischen Unterschrift per EBICS

1. (Grün)
Zahlungsaufträge werden von einem Arbeitsplatz z. B. mittels Transport-Unterschrift (T-Unterschrift) an den Bankrechner übertragen. Die Bank/Sparkasse nimmt die Zahlungsaufträge entgegen. Diese werden aber vom Kreditinstitut noch nicht verbucht bzw. ausgeführt.

2. (Rot)
Arbeitsplätze bzw. Benutzer, welche zur Freigabe von Zahlungsaufträgen berechtigt sind prüfen beim Bankrechner, ob Zahlungsaufträge zur Unterschrift vorliegen oder ob noch weitere elektronische Unterschriften geleistet werden müssen.

3. (Blau)
Die berechtigten Arbeitsplätze bzw. Benutzer holen die zu signierenden Zahlungsaufträge (Dateien) vom Bankrechner ab und leisten die elektronische Unterschrift.

4. (Orange)
Nach erfolgter Signatur werden die Zahlungsaufträge mit der geleisteten elektronischen Unterschrift wieder an den Bankrechner übertragen. Liegen für den Zahlungsauftrag alle erforderlichen Unterschriften vor, führt das Kreditinstitut die Aufträge aus. Werden noch weitere elektronische Unterschriften benötigt, stehen die Zahlungen für weitere Unterschriftsberechtigte zur Abholung bereit.

Weitere Links

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